Projekt / Project

Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Laufzeit: Oktober 2011 – März 2014

Kurzbeschreibung: Durch das Web 2.0 verändert sich das tradierte Verhältnis von Journalismus und Publikum: Neue Formen der Publikumsbeteiligung und gewandelte Inklusionsansprüche der Nutzerinnen und Nutzer führen zu Verschiebungen zwischen den tradierten Rollen des Kommunikators und des Rezipienten bzw. zwischen professioneller und nicht-professioneller Aussagenentstehung. Vor diesem Hintergrund muss der Journalismus Einschränkungen seiner Inklusionsfähigkeit in Kauf nehmen und gleichzeitig mit den zunehmenden Inklusionsansprüchen des Publikums umgehen.

Ziel des geplanten Forschungsprojekts ist es, methodisch vielfältig zu untersuchen, wie der professionelle, redaktionell organisierte Journalismus partizipative Elemente in sein Angebot integriert und welche Erwartungen und Erwartungserwartungen hierbei auf Seiten der Journalisten und des Publikums eine Rolle spielen. Im Mittelpunkt steht damit die Frage, wie journalistisch-professionelle Orientierung und Publikumsbeteiligung wechselseitig aufeinander wirken.

Die geplante Untersuchung ist als multiple Fallstudie angelegt; für insgesamt vier Fallstudien werden drei Kontrastdimensionen unterschieden: 1. TV- vs. Print-Redaktionen/-Angebote inklusive ihrer entsprechenden Online-Pendants; 2. nachrichtlich vs. debattenorientierter Journalismus; 3. wöchentliche vs. tägliche Erscheinungsweise. Sowohl für die journalistischen Anbieter als auch für die Publika werden jeweils Inklusionsleistungen und Inklusionserwartungen erhoben, um in der Kombination die jeweiligen Inklusionsniveaus (Ausmaß der Publikumsintegration) sowie Inklusionsdistanzen (Ausmaß der Übereinstimmung der jeweiligen Erwartungen) ermitteln zu können.

Folgende empirische Module sind vorgesehen:

  • Leitfadeninterviews mit Redaktions- & Objektleitern
  • Standardisierte Befragungen der Redaktionsmitglieder
  • Leitfadeninterviews mit Nutzern
  • Standardisierte Befragungen von Nutzern
  • Format- und Inhaltsanalysen

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Funding: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Duration: October 2011 – March 2014

Abstract: The Web 2.0 is transforming the traditional relationship between journalism and audience: new forms of audience participation and changing demands for inclusion of users lead to shifts between the traditional roles of communicator and recipient. Journalism has to accept constraints of its inclusion ability and at the same time deal with audience’s growing demands for inclusion.

The research project is applying a variety of methods to examine how professional, editorially organised journalism integrates participatory elements and which role the expectations and expectation-expectations of journalists and of the audience play. Hence, the project focuses on the question what effect journalistic professional orientation and audience participation have on each other in contemporary media conditions.

Empirically, the project is conducting four multiple case studies on german news organisations, with three main contrasting dimensions: (1) TV/online vs. print/online; (2) news-oriented vs. debate-oriented journalism; (3)  weekly vs. daily publication. Both for journalists and for audiences, inclusion practices and inclusion expectations will be researched in order to determine in combination the respective inclusion levels (extent of audience integration) and inclusion distances (extent of accordance of respective expectations).

The following empirical modules will be conducted:

  • In-depth interviews with managing editors
  • Standardised surveys of editorial staff
  • In-depth interviews with users
  • Standardised surveys of users
  • Format and content analyses