Zweiter Fallstudienbericht: Publikumsinklusion bei einem ARD-Polittalk

Noch im vergangenen Jahr haben wir eine weitere Fallstudie unseres Projekts abgeschlossen und den Bericht in der Reihe der Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts veröffentlicht:

Loosen, Wiebke; Schmidt, Jan-Hinrik; Heise, Nele; Reimer, Julius (2013): Publikumsinklusion bei einem ARD-Polittalk. Zusammenfassender Fallstudienbericht aus dem DFG-Projekt „Die (Wieder-)Ent­deckung des Publikums“. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut, Dezember 2013 (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts Nr. 28). Online: http://www.hans-bredow-institut.de/webfm_send/739.

Diese zwei von insgesamt vier Fallstudien behandelte einen (auf Wunsch der Redaktion ungenannt bleibenden) wöchentlich Polittalk in der ARD. Wie schon in der ersten Fallstudie zur Tagesschau haben wir also erneut ein journalistisches TV-Angebot unter die Lupe genommen und untersucht, wie sich die veränderten Möglichkeiten zur Publikumsbeteiligung sowohl bei den Journalisten als auch bei den Zuschauern bzw. Nutzern des Online-Angebots auf Praktiken und wechselseitige Erwartungen auswirken. Im Unterschied zur Tagesschau, die ein strikt informationsorientiertes nachrichtenjournalistisches Angebot darstellt, ist der Polittalk stark auf Debatte ausgerichtet. Dieser Umstand, genauso wie die wöchentlichen Produktions- und Sendungsrhythmen, wirken sich unserer Analyse zufolge redaktions- wie publikumsseitig auf die Inanspruchnahme von Beteiligungsmöglichkeiten aus; Vorstellungen und (Erwartungs-)Erwartungen über journalistische Aufgaben und die Rolle, die das Publikum dabei spielen kann, unterscheiden sich ebenfalls zwischen den beiden Fallstudien.

 

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