Archive for ‘Befunde’

Januar 4th, 2016

Fallstudienbericht Nr. 4 zu Der Freitag erschienen

Bereits im Dezember 2015 ist der vierte und letzte Fallstudienbericht unseres Projekts erschienen, der unsere Befunde zur Publikumsinklusion bei der Wochenzeitung Der Freitag zusammenfasst.

Reimer, J.; Heise, N.; Loosen, W.; Schmidt, J.-H.; Klein, J.; Attrodt, A.; Quader, A. (2015): Publikumsinklusion beim Freitag. Zusammenfassender Fallstudienbericht aus dem DFG-Projekt „Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums“. Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts Nr. 36. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut, Dezember 2015. Online: http://hans-bredow-institut.de/webfm_send/1115.

November 24th, 2015

JPub-Projekt in Studie der Otto Brenner Stiftung thematisiert

Aus der Reihe „Ergebnistransfer aus dem Projekt“: Für die Otto Brenner Stiftung hat der Medienfachpublizist Fritz Wolf ein Arbeitspapier verfasst, das sich mit aktuellen Entwicklungen rund um die Publikumsbeteiligung im Journalismus, insbesondere der öffentlich-rechtlichen Sender befasst. Er greift dazu unter anderem auch auf eine Reihe von Befunden zurück, die im Rahmen des JPub-Projekts erhoben und in verschiedenen unserer Publikationen veröffentlicht wurden; zudem hat er – neben anderen ExpertInnen – Jan-Hinrik Schmidt im Zuge seiner Recherche interviewt. Das Arbeitspapier „‚Wir sind das Publikum!‘ Autoritätsverlust der Medien und Zwang zum Dialog“ kann auf der Webseite der Stiftung als .pdf heruntergeladen oder als gedruckte Fassung bestellt werden. [js]

Februar 25th, 2015

Beitrag zum Projekt in epd Medien

Für die Medienfachzeitschrift epd medien hat Nele Heise einen Beitrag verfasst, der zentrale Ergebnisse unseres Projekts und seiner vier Fallstudien zusammenfasst. Der Text ist auch online verfügbar:

Heise, N. (2015): Keine Einbahnstraße. Wie Journalisten mit dem Publikum kommunizieren. In: epd medien, Nr. 6, S. 7-10. Online verfügbar: http://www.epd.de/fachdienst/fachdienst-medien/schwerpunktartikel/keine-einbahnstra%C3%9Fe

Januar 28th, 2015

In October 2012 we presented a paper on our Tagesschau case study at the conference „Towards Neojournalism“ in Brussels. It took some while, but now the paper based on our presentations has been published in a special issue of „Recherches en Communication“.

Schmidt, J.-H.; Loosen, W.; Heise, N.; Reimer, J. (2013): Journalism and participatory practices – Blurring or reinforcement of boundaries between journalism and audiences? In: Recherches en Communication, No. 39, 2013. S. 91-109. Preprint available here.

November 5th, 2014

Fallstudienbericht Nr. 3 zur SZ erschienen

Der zusammenfassende Bericht zur dritten von insgesamt vier Fallstudien, die wir im Projekt durchgeführt haben, ist nun als Arbeitspapier des Hans-Bredow-Instituts erschienen:

Heise, N.; Reimer, J.; Loosen, W.; Schmidt, J.-H.; Heller, C.; Quader, A. (2014): Publikumsinklusion bei der Süddeutschen Zeitung. Zusammenfassender Fallstudienbericht aus dem DFG-Projekt „Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums“. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut, Oktober 2014 (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts Nr. 31).

[Update 10.11.2014: In der ersten Fassung des Arbeitspapiers waren in den Tabellen des Kapitels 8.2. die Items nicht durchnummeriert; dies ist nun korrigiert.]

[Update 15.1.2014: Wir haben ausgewählte Befunde den Redaktionen der SZ und sueddeutsche.de vorgestellt; die Präsentation ist unten in diesem Beitrag eingebettet.]

Wie bereits in den vorhergegangenen Berichten zur Tagesschau sowie zum wöchentlichen Polittalk gehen wir darin ausführlich auf die zahlreichen Befunde zur Publikumsbeteiligung ein, die unsere verschiedenen Methoden erbracht haben. Eine durchaus einschneidende Veränderung – das Abschaffen der Kommentarmöglichkeit bei Artikeln auf sueddeutsche.de zugunsten einer auf Themen fokussierten Diskussion – haben wir nicht mehr berücksichtigen können. Dennoch glauben wir, dass das Arbeitspapier viele interessante und aufschlussreiche Einblicke gibt, wie eine überregionale Tageszeitung online wie offline Publikumsbeteiligung organisiert, wie dies Praktiken und Erwartungen der Journalist/innen  beeinflusst, und wie umgekehrt das Publikum der SZ und von sueddeutsche.de mit diesen Beteiligungsmöglichkeiten umgeht. Hier die Zusammenfassung des Berichts:

Der Bericht stellt Ergebnisse einer Fallstudie bei Süddeutsche Zeitung (SZ) und süddeutsche.de vor, die im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Rolle von Publikumsbeteiligung im professionellen, redaktionell organisierten Journalismus in Deutschland durchgeführt wurde. Auf Grundlage eines theoretisch-analytischen Modells, das Partizipation als Zusammenspiel von Inklusionsleistungen und Inklusionserwartungen auf Seiten des Journalismus und des Publikums versteht, werden Befunde aus qualitativen Interviews mit Redaktionsmitgliedern (n= 10) und Lesern bzw. Nutzern unterschiedlichen Aktivitätsgrads (n= 8) sowie aus standardisierten Befragungen der Journalisten (n= 139) sowie der Nutzer von süddeutsche.de (n= 525) vorgestellt.

Auf journalistischer Seite kann so nachgezeichnet werden, wie ein etabliertes und reichweitestarkes nachrichtenjournalistisches Format im Konvergenzbereich von Print und Online Publikumsbeteiligung organisiert und wie sich im Hinblick hierauf journalistische Einstellungen und Selbstbilder darstellen. Hierbei lassen sich sowohl Anzeichen von Konvergenz als auch Komplementarität beobachten: Einerseits erzeugen die vorrangig online relevanten Formen der Publikumsbeteiligung auch „Ausstrahlungseffekte“ in Printredaktion und -produkt. Andererseits folgen beide Angebote unterschiedlichen Ausrichtungen, die sich insbesondere aus nicht deckungsgleichen Publika sowie den jeweiligen Medienspezifka und Produktionsroutinen ergeben bzw. redaktionsseitig mit diesen begründet werden. Sie führen zu unterschiedlichen Zuständigkeiten für und Einstellungen gegenüber Publikumsbeteiligung. Auf Publikumsseite lässt sich außerdem rekonstruieren, in welchem Umfang partizipative Angebote wahrgenommen werden, wie sich das Publikumsbild der Nutzer gestaltet, welche Beteiligungsmotive vorherrschen sowie welche Erwartungen an die journalistischen Leistungen der Süddeutschen und an Formen der Publikumsbeteiligung bestehen.

Der Abgleich beider Seiten erlaubt es zudem, Aussagen über das Inklusionslevel und die Inklusionsdistanz zu treffen: Das Inklusionslevel ist durch eine „moderate“ Schieflage gekennzeichnet, da die von der SZ insbesondere online zugänglich gemachten und mit erheblichem redaktionellen Arbeitsaufwand begleiteten partizipativen Angebote tatsächlich auch von einem vergleichsweise großen Teil des Publikums in Anspruch genommen werden. Allerdings betreffen die meisten Beteiligungsformen eher sogenannte „Low-Involvement-Aktivitäten“, die mit niedrigem Aufwand verbunden sind. Die Inklusionsdistanz ist im Großen und Ganzen gering, da weitgehende Übereinstimmung im Hinblick auf die vom Publikum erwarteten und die redaktionsseitig angestrebten journalistischen Aufgaben besteht: Zu den beidseitig als am wichtigsten eingeschätzten Aufgaben gehören insbesondere die klassischen journalistischen Informations- und Vermittlungs- sowie Kritikleistungen. Gleichwohl tendieren die befragten Journalisten dazu, die Erwartungen ihres Publikums an partizipative Beteiligungsangebote z. T. deutlich zu überschätzen und sie auch sehr viel stärker als ihr Publikum selbst als unverzichtbaren (und strategisch erforderlichen) Bestandteil der Süddeutschen Zeitung und ihrer Online-Angebote zu betrachten.

August 11th, 2014

Paper in Digital Journalism

Good news, everyone: Digital Journalism has published a paper with fresh results of our project.

Schmidt, J.-H.; Loosen, W. (2014): Both Sides of the Story. Assessing audience participation in journalism through the concept of inclusion distance. In: Digital Journalism, DOI: 10.1080/21670811.2014.930243.

The paper is a fundamentally revised, expanded and updated version of the presentation Wiebke and Jan gave at the „Future of Journalism 2013“ conference in Cardiff, and we are very thankful for the reviewers and editors of Digital Journalism who gave us valuable feedback. In a way, the paper is a follow-up to Loosen/Schmidt (2012) where we discussed our theoretical approach and the concept of „inclusion distance“ to assess the shifts in the journalist-audience relationship. The current paper demonstrates how to operationalize these constructs, with a particular focus on comparative analysis, since we present various findings from two case studies (on a daily TV broadcast and a weekly political talk show). Here’s the abstract in full:

While digital networked media contribute to a substantial shift in the relationship between journalists and their audiences, current research still largely focuses on one side or the other. This paper aims to overcome this conceptual and empirical deficit by presenting findings from two case studies on German news journalism (a daily TV newscast and a weekly political talk show). They operationalize the concept of inclusion distance, which aims at the (in-)congruence of mutual expectations between journalists and audience members, in a series of standardized surveys among newsroom staff as well as their online users. The paper introduces three different comparative dimensions which this study design affords and illustrates them with findings (1) on journalistic role conceptions and (2) the (assumed) motivations for participation. Besides demonstrating the value of such a multi-level comparison, our findings also provide substantial and nuanced evidence concerning the relation between journalists and their audiences: in both cases we find high congruence regarding the importance of traditional journalistic tasks such as objective reporting on complex issues, while the inclusion distance is larger for tasks connected to new participatory practices such as opportunities for user-generated content. Regarding motivations for participation, we find a somewhat larger inclusion distance as journalists of both newsrooms overestimate emotional or self-directed goals, but underestimate the wish for expanding knowledge as reasons why users participate.

Januar 21st, 2014

Conferences in 2014: Acceptance and Rejection

Clearly, conference submission is one of the main thrills of academic research.. :-) Our last two review results brought both joy and disappointment: The full paper we’ve submitted to this year’s ICA conference was rejected, which is a pity since we would have loved to travel to Seattle and present the most recent findings of our commparative approach. We are still puzzled over the reasons for the rejection and are waiting for the full reviews to check and improve the paper, since there might be other opportunities or outlets for a revised version.
On the plus side, our extended abstract on comparing the differences in role conceptions between journalists and users at the Tagesschau and a weekly political talk show has been accepted for the DGPuK conference 2014. This is going to be a very interesting opportunity to present our findings to the German(-speaking) community of communication researchers, and we are looking forward to travelling to Passau in May.

Januar 7th, 2014

Zweiter Fallstudienbericht: Publikumsinklusion bei einem ARD-Polittalk

Noch im vergangenen Jahr haben wir eine weitere Fallstudie unseres Projekts abgeschlossen und den Bericht in der Reihe der Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts veröffentlicht:

Loosen, Wiebke; Schmidt, Jan-Hinrik; Heise, Nele; Reimer, Julius (2013): Publikumsinklusion bei einem ARD-Polittalk. Zusammenfassender Fallstudienbericht aus dem DFG-Projekt „Die (Wieder-)Ent­deckung des Publikums“. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut, Dezember 2013 (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts Nr. 28). Online: http://www.hans-bredow-institut.de/webfm_send/739.

Diese zwei von insgesamt vier Fallstudien behandelte einen (auf Wunsch der Redaktion ungenannt bleibenden) wöchentlich Polittalk in der ARD. Wie schon in der ersten Fallstudie zur Tagesschau haben wir also erneut ein journalistisches TV-Angebot unter die Lupe genommen und untersucht, wie sich die veränderten Möglichkeiten zur Publikumsbeteiligung sowohl bei den Journalisten als auch bei den Zuschauern bzw. Nutzern des Online-Angebots auf Praktiken und wechselseitige Erwartungen auswirken. Im Unterschied zur Tagesschau, die ein strikt informationsorientiertes nachrichtenjournalistisches Angebot darstellt, ist der Polittalk stark auf Debatte ausgerichtet. Dieser Umstand, genauso wie die wöchentlichen Produktions- und Sendungsrhythmen, wirken sich unserer Analyse zufolge redaktions- wie publikumsseitig auf die Inanspruchnahme von Beteiligungsmöglichkeiten aus; Vorstellungen und (Erwartungs-)Erwartungen über journalistische Aufgaben und die Rolle, die das Publikum dabei spielen kann, unterscheiden sich ebenfalls zwischen den beiden Fallstudien.

 

September 20th, 2013

Presentation on Inclusion Distance at #foj2103

Last week, Wiebke and Jan had the pleasure to participate in the biennial „Future of Journalism 2013“ conference in Cardiff, UK. The organizers did a great job bringing together around 100 international scholars on journalism and digital media, to discuss recent research and avenues for future collaborations. Various sessions were liveblogged, and you can also see some of the resonance from participants via the #foj13 hashtag.

On Friday morning, we presented new findings from our project, focussing on the concept of inclusion distance and the different comparative logics our research design affords. Below you find the presentation; since we have not yet received any news on whether we are among the papers to be selected for a journal special issue, we do not put the paper online at the moment. However, we are happy to share it if you contact us directly, and we will let you know as soon as it is publicly available.

 

August 23rd, 2013

Wir haben fremdgebloggt!

…und zwar über die Ergebnisse unserer ersten Fallstudie bei der Tagesschau: Welchen Journalismus und welche Partizipationsmöglichkeiten erwartet das Publikum von Deutschlands ältester Nachrichtensendung? Warum beteiligen sich aktive Nutzer auf tagesschau.de? Und was halten die Journalisten der Tagesschau davon? Die Antworten in Kurzform gibt es nun hier beim European Journalism Observatory.

[jr]